StadtRegionalBahn als PPP-Modell?

Kiel, 08.05.2008

Vertreter der Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB) und der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Kieler Rathaus Lutz Oschmann trafen sich gestern zu einem gemeinsamen Gespräch. Im Vordergrund stand neben Themen wie der Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die innerstädtische Entwicklung Kiels auch die geplante StadtRegionalBahn (SRB). NOB-Geschäftsführer Hagen Kalleja sieht gute Erfolgaussichten für das Projekt: „Eine Stadtregionalbahn kann ein wichtiger Beitrag sein, um den Nahverkehr in Kiel und Umgebung weiterzuentwickeln." Einem Public Private Partnership (PPP), also einer Kooperation zwischen öffentlicher Hand und einem privatwirtschaftlichen Unternehmen wie der NOB, stünde er positiv gegenüber. „Ich gehe davon aus", so Kalleja, „dass wir uns als Nahverkehrsunternehmen mit Sitz in Kiel um eine Partnerschaft mit der Stadt Kiel bei einer Realisierung bewerben werden". Lutz Oschmann befürwortet eine schnelle Umsetzung der Kieler StadtRegionalBahn. Es gäbe bereits weitere Unternehmen, die sich interessieren. Er sprach sich für ein transparentes Ausschreibungsverfahren aus. „Das weitere Vorgehen hängt aber auch vom Ausgang der Wahlen ab", so der Kommunalpolitiker weiter.

Das SRB-Konzept der Partei sieht ein Verkehrsnetz mit fünf Linien vor, untermauert von einem Gutachten des Frankfurter Ingenieurbüros Spiekermann aus dem Jahr 2005. Demnach würden mehr als 9000 Kieler allein in der Innenstadt auf die Stadtregionalbahn umsteigen. Auf den bestehenden Strecken nach Preetz, Gettorf und Eckernförde erwarten die Ingenieure eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2020. Nach Ansicht von Lutz Oschmann können bis zu 71 Millionen Autokilometer eingespart werden. Die geplante StadtRegionalBahn soll das Kieler Umland mit dem Kieler West- und Ostufer verbinden. 



Pressesprecherin

Christiane Lage

Christiane Lage
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