Die Beeinträchtigungen durch den Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) waren bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) am ersten von zwei Streiktagen vergleichsweise überschaubar. Auf der Hauptachse Hamburg – Westerland fuhr jeder zweite Zug – insbesondere für die Insel Sylt wichtige Pendlerzüge sind gefahren. Auch auf der zweiten Hauptstrecke Kiel – Husum, die die West- mit der Ostküste Schleswig-Holsteins verbindet, fuhren 75 Prozent der Züge.
Der Verkehr der NOB bis zum Betriebsschluss:
Hamburg/Altona – Westerland: 2-Stunden-Takt
Kiel – Husum: ab 18.30 Uhr Einschränkungen, kein Ersatzverkehr für ausfallende Züge
Husum – Bad St. Peter-Ording: ab 16.30 Uhr Ersatzverkehr mit Bussen
Heide –Itzehoe und Kiel – Eckernförde: Ersatzverkehr mit Bussen
Die NOB wird auch am zweiten Streiktag versuchen, den Betrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Die Fahrgäste werden gebeten, dort, wo es möglich ist, auf die Züge der Regionalbahn Schleswig-Holstein auszuweichen. Ein Ersatzverkehr auf die Insel Sylt ist nicht möglich, da der Hindenburgdamm ein reiner Bahndamm ist.
Andreas Winter, Geschäftsführer der NOB, äußerte seinen Unmut über den erneuten Streik: „Die GDL weiß, dass wir ein überarbeitetes Angebot vorlegen. Vor diesem Hintergrund ist der Streik überhaupt nicht nachvollziehbar." Das Angebot werde der GDL noch in dieser Woche zugestellt.
Hintergrundinformationen:
Da der Streik für 47 Stunden angesetzt ist (31. März, 3 Uhr bis 2. April, 2 Uhr), kann sich die Situation im weiteren Streikverlauf bedingt durch Schichtwechsel ändern.
Die NOB erfährt erst mit Streikbeginn, welche Züge auf welchen Strecken bestreikt werden. Aktuelle Informationen erhalten Fahrgäste unter www.nord-ostsee-bahn.de sowie über das Servicetelefon unter 0180/1018011 (3,9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem dt. Mobilfunknetz). Aufgrund der Vielzahl der Anfragen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die NOB bittet um Verständnis.
Die Strecken der NOB: Hamburg/Altona – Westerland, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter-Ording sowie Kiel – Eckernförde.
Christiane Lage
Pressesprecherin
Ansprechpartnerin für Journalisten sowie für Medienvertreter (Dreh- und Fotogenehmigungen).