NOB: Neues Fahrplankonzept bei GDL-Streiks für höhere Planungssicherheit der Kunden

Kiel, 19.05.2011

Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) wird aufgrund der Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ab sofort bis auf Weiteres einen reduzierten Basisfahrplan anbieten. Das heißt, die NOB fährt planmäßig weniger Züge, aber nach einem möglichst festen Grundmuster. Das Ziel ist es, die Kunden vor den GDL-Streik-Auswirkungen zu schützen. Der Grund für die Fahrplan-Umstellung ist das veränderte Streikverhalten der GDL.

„Da die GDL ihre Taktik geändert hat und nun in viel kürzeren Abständen und faktisch ohne Vorankündigung streikt, möchten wir gerade den Pendlern damit möglichst viel Planungssicherheit bieten", erläutert NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow.

„Die GDL reagiert damit offensichtlich auf die vergleichsweise geringen Streikauswirkungen in den letzten Wochen und versucht nun auf dem Rücken der Fahrgäste einen höheren Schaden anzurichten. Diese Reaktion ist völlig unverhältnismäßig", so Sandow.

„Leider ist die GDL nach wie vor nicht bereit, mit uns über die Weiterentwicklung unseres Tarifvertrages weiter zu verhandeln, obwohl wir ein sehr gutes Verhandlungsangebot mit einer Lohnerhöhung von rund 5 Prozent gemacht haben" so Sandow weiter. Andererseits kann die NOB einen Teilerfolg vermelden. Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG konnte inzwischen ein Tarif-Abschluss erzielt werden. „Wir haben mit diesem Abschluss bewiesen, dass wir bereit sind, unseren Mitarbeitern attraktive Rahmenbedingungen zu bieten und zudem ein fairer Tarifpartner sind. Die Basis für so eine Lösung ist Kompromissfähigkeit, die wir bei der GDL leider nicht erkennen." Der Tarifvertrag mit der EVG gilt für alle Berufsgruppen bei der NOB, ist also nicht nur auf Lokomotivführer begrenzt.

Der NOB-Basisfahrplan:
Hamburg/Altona – Westerland: 2-Stunden-Takt – inkl. wichtiger Pendlerzüge vom Festland auf die Insel und zurück.
Kiel – Husum: 2-Stunden-Takt
Husum – Bad St. Peter-Ording: 2-Stunden-Takt
Pendelzüge zwischen Heide und Itzehoe: 2-Stunden-Takt
Kiel – Eckernförde: Alle Reisenden werden gebeten auf die Züge der Regionalbahn Schleswig-Holstein auszuweichen, die nach Möglichkeit zusätzlich in Kiel-Hassee (CITTI-Park) halten.

Dieser Fahrplan gilt bis auf Weiteres. Es fahren teilweise zusätzlich Busse. Die Einstellung des Basisfahrplans auf der Internetseite erfolgt im Laufe des Tages. Sollte es möglich sein, über den Basisfahrplan hinaus kurzfristig weitere Züge fahren zu lassen, so finden Kunden diese Information ebenfalls dort.

Aktuelle Informationen erhalten Fahrgäste auch über das Servicetelefon unter 0180/1018011 (3,9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem dt. Mobilfunknetz). Aufgrund der Vielzahl der Anfragen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die NOB bittet um Verständnis.

Die Strecken der NOB: Hamburg/Altona – Westerland, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter-Ording sowie Kiel – Eckernförde. (Hinweis: Einen Ersatzverkehr auf die Insel Sylt einzurichten ist grundsätzlich nicht möglich, da der Hindenburgdamm ein reiner Bahndamm ist.) 



Pressesprecherin

Christiane Lage

Christiane Lage
Pressesprecherin

Ansprechpartnerin für Journalisten sowie für Medienvertreter (Dreh- und Fotogenehmigungen).

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