NOB: Reisehinweis für die Kieler Woche

Kiel, 15.06.2011

. Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) weist ihre Fahrgäste darauf hin, dass der Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) noch nicht beigelegt ist und daher auch während der Kieler Woche GDL-Streiks möglich sind. „Die GDL kündigt ihre Streiks faktisch nicht mehr an und agiert zusehends rücksichtsloser. Wir können daher leider nicht ausschließen, dass es die Kieler-Woche-Besucher trifft, werden in dem Fall jedoch alles daran setzen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten", so NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. „Für den Streikfall sichern wir auf jeden Fall den Basisfahrplan ab und fahren auch das, was darüber hinaus möglich ist." Das Unternehmen weist Reisende vorsorglich darauf hin, dass ein GDL-Streik Einschränkungen oder Ersatzverkehre mit Bussen nach sich ziehen kann. Die NOB bittet die Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über die Internetseite oder das Servicetelefon über die aktuelle Situation zu informieren. „Zur Kieler Woche nutzen weitaus mehr Fahrgäste als sonst unsere Züge – ein Streik wäre unverantwortlich, und die GDL würde einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie gewillt ist, einen Tarifkonflikt auf dem Rücken von Unbeteiligten auszutragen", Sandow weiter. „Wir appellieren an die GDL, ihre Blockade-Haltung aufzugeben und endlich wieder mit uns bedingungslos zu verhandeln."

Die Kieler Woche geht vom 18. bis 26. Juni 2011. Gibt es keinen GDL-Streik, so fährt die NOB in dieser Zeit in den Nachtstunden an den Wochenenden auf der Strecke Kiel – Husum mit zusätzlichen Zügen und bietet damit stündlich die ganze Nacht hindurch eine Verbindung Richtung Westküste. Den detaillierten Kieler-Woche-Fahrplan – vorbehaltlich GDL-Streiks – finden die Fahrgäste ab dem 16. Juni 2011 unter www.nord-ostsee-bahn.de sowie ab dem Wochenende auf den Zügen der NOB.

Aktuelle Informationen zum laufenden Betrieb erhalten Fahrgäste unter www.nord-ostsee-bahn.de sowie über das Servicetelefon unter 0180/1018011 (3,9 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem Mobilfunknetz). Aufgrund der Vielzahl der Anfragen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die NOB bittet um Verständnis.

Hintergrund
Die NOB hatte der GDL bereits im März dieses Jahres ein überarbeitetes Angebot mit u.a. einer Lohnsteigerung von rund 5 Prozent und einer zusätzlichen Einmalzahlung unterbreitet, welches die GDL jedoch abgelehnt hat. Aktuell finden keine Verhandlungen statt, da die GDL das aktuelle Angebot darüber hinaus auch nicht als Einstieg in Verhandlungen akzeptiert. Die GDL, die als Spartengewerkschaft ausschließlich die Lokführer vertritt, möchte zudem einen bundesweiten Rahmenlokführer-Tarifvertrag mit Löhnen auf DB-Niveau abschließen; die NOB als regionales Unternehmen verhandelt jedoch ausschließlich auf Haustarif-Ebene. Mit der größeren der beiden Bahngewerkschaften, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, hat die NOB im Juni dieses Jahres einen Haustarifvertrag abgeschlossen. Geschäftsführerin Sandow dazu: „Die EVG vertritt berufsübergreifend alle Angestellten und garantiert einen fairen Tarifabschluss für alle Beschäftigten."

Die Strecken der NOB: Hamburg/Altona – Westerland, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter-Ording sowie Kiel – Eckernförde. 



Pressesprecherin

Christiane Lage

Christiane Lage
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